Erkrankungen der Haltungs- und Bewegungsorgane sind weltweit die häufigsten Ursachen für chronische Schmerzen und körperliche Behinderungen der Bevölkerung. Die Bedeutung dieser Erkrankungen für den einzelnen, die Gesellschaft und die Gesundheitssysteme sowie die Erkenntnis, dass die knapper werdenden Ressourcen effektiver genutzt werden müssen, hat zur Gründung der weltweiten Initiative "Bone and Joint Decade 2000 - 2010", dem Jahrzehnt der Knochen- und Gelenkerkrankungen, geführt.
Weltweit leiden mehrere hundert Millionen Menschen unter diesen Krankheiten, die enorme Kosten für das Gesundheitswesen und die Gesellschaft bedeuten. Diese Zahl wird durch die deutliche Zunahme der Älteren in der Bevölkerung steigen.
Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates stehen an erster Stelle aller Arztkontakte in Deutschland; 40 % aller Arbeitsunfähigkeiten und 40% aller Frühberentungen sind hierdurch bedingt.
Orthopäden, Unfallchirurgen, Rheumatologen und Vertreter weiterer medizinischer Verbände und Patientenorganisationen haben sich weltweit zusammengeschlossen, um die Lebensqualität von Erwachsenen und Kindern mit Erkrankungen und Verletzungen der Haltungs- und Bewegungsorgane zu verbessern.
In Deutschland beteiligen sich mittlerweile 22 wissenschaftliche Gesellschaften (unter ihnen die DGO), Berufsverbände und Selbsthilfeorganisationen an dieser weltweiten Initiative.
Prof. Dr. med. Wolfhart Puhl, ärztlicher Direktor und CA der Orthopädischen Klinik der Universität Ulm ist der nationale Koordinator für Deutschland.
Frau Liz Mohn, von der Bertelsmann-Stiftung, ist die Schirmherrin des Deutschen Netzwerks der Bone and Joint Decade.
Hintergrundinformationen und der aktuelle Stand der weltweiten Initiative sind auf der Homepage www.boneandjointdecade.org des internationalen Lenkungsgremiums zu finden.
Weitere Auskünfte erteilt der nationale Koordinator, Prof. Dr. med. W. Puhl, oder Dr. med. K. Dreinhöfer, Orthopädische Klinik der Universität Ulm, unter Tel.: 0731/ 177-1101, Fax: 0731/ 177-1103 oder E-Mail: wolfhart.puhl@medizin.uni-ulm.de
Seit 1997 ist die Deutsche Gesellschaft für Osteologie Mitglied der European Foundation for Osteoporosis EFFO bzw. der International Osteoporosis Foundation IOF.
Die IOF hat anlässlich des Weltosteoporosetages 2006, der auch in Deutschland unter Beteiligung von Herrn Prof. Ascherl (DGO) in Dresden begangen wurde, eine neue Website - www.iofbonehealth.org - präsentiert. Die neue Website ersetzt die bisherige Site - osteofound.org -. Die alte Adresse wird weiterhin zur neuen Website verlinkt.
Zu den wichtigsten Eigenschaften zählen erhöhte Interaktivität; eine neue
datenbankgesteuerte Architektur, erweiterte, aktuelle Informationen für Patienten, die Öffentlichkeit, Gesundheitsexperten und Medien; sowie ein neuer Bereich Ernährung und gesunde Knochen.
Die IOF-Website ist weiterhin die Quelle für Kontaktinformationen und Links zu den 173 nationalen Osteoporose-Mitgliedsgesellschaften der IOF an 86 Standorten, die ca. 82% der Weltbevölkerung vertreten.
Ernährungsbereich:
Dieser neue Bereich ist besonders aktuell, da er Informationen zum Thema des Weltosteoporosetages 2006, "Knochenappetit: Die Rolle der Ernährung beim Aufbau und der Erhaltung starker Knochen", liefert. Zu den speziellen Features zählen eine Übersicht über Ernährung und gesunde Knochen; eine weltweite Rezept-Datenbank mit "knochenfreundlichen" Rezepten, die von den Mitgliedsgeselischaften der IOF zur Verfügung gestellt wurden, ein neuer Calcium-Rechner auf Basis der wöchentlichen Caiciumaufnahme sowie eine Auflistung von Calcium- und Vitamin D-reichen Nahrungsmitteln.
Gesundheitsexperten:
Dieser Bereich wurde speziell dafür konzipiert, Ärzte, Pflegepersonal sowie andere Gesundheitsexperten mit detaillierten Informationen über Osteoporose zu versorgen. Spezialthemen sind u.a.: Knochenbiologie, sekundäre Osteoporose, Diagnose, Behandlung und Pflege, Osteoporose bei Männern, die Rolle der Körperbewegung für gesunde Knochen sowie andere einschlägige Themen.
Was ist Osteoporose?
Dieser reich bebilderte Teil steht nun sowohl der Öffentlichkeit als auch - in etwas ausführlicherer Version - Gesundheitsexperten zur Verfügung. Er bietet prägnante, leicht verständliche Obersichtsinformationen zu Osteoporose sowie ihrer Prävention, Diagnose und Behandlung.
Fürsprache/Richtlinien:
Dieser neu überarbeitete und erweiterte Bereich bietet Aktuelles zu weltweiten Richtlinien und Initiativen von Interessengruppen, wichtige Fakten und Statistiken sowie nationale Osteoporose-Richtlinien und andere Dokumente, geordnet nach Regionen.